Gastarbeiter

Durch das Wirtschaftswunder wurde Mitte der 1950er Jahre ein Arbeitskräftemangel in der Bundesrepublik Deutschland so gravierend ausgelöst, dass von der Industrie die Forderung an die Politik gestellt wurde, Arbeitskräfte ins Land zu holen. Die Geburtsstunde des Begriffes Gastarbeiter, da die Wortkonstruktion Fremdarbeiter von den Nationalsozialisten negativ belegt war.

So kamen anfangs Italiener, dann Spanier und Portugiesen und schließlich eine große Anzahl an Türken nach Deutschland.
Weitschauende Politiker mahnten: „Arbeitskräfte sind gerufen, Menschen kommen.“

Viele kamen mit den Wünschen und Vorstellungen, einige Jahre gut zu verdienen, um dann in ihre Heimatländer zurück zu kehren, um mit dem Ersparten eine wirtschaftliche Zukunft "in der Heimat" aufzubauen.
Für sehr viele erfüllte sich die Warnung der zitierten "weitschauenden Politiker"; diese Warnungen erfüllten sich aber nicht nur negativ; in vielen Fällen auch mit Integrationsanstrengung in äußerst positive Lebensläufe gewendet, die sogar entscheidende Auswirkungen für deren Nachkommen haben.

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