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Dieser Eintrag stammt von Nicole Voss |
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Ein Interview mit Frau Hildegard Steinhorst .Ich musste mich um meine Tochter kümmern und war dabei sie zu baden. Doch plötzlich fiel der Strom aus! So musste ich mein Kind wieder aus der Badewanne nehmen. Ich bin dann zu meiner Schwiegermutter gegangen. Dort konnte ich Essen zubereiten und die Milch wärmen, denn meine Schwiegermutter hatte, im Gegensatz zu mir, einen Gasherd. Den ganzen Tag sah ich das Elbwasser, wie es hoch am Deich stand. Ich hatte Angst, der Deich würde brechen oder das Wasser überweglaufen. Doch wir hatten, im Gegensatz zum Unglück anderer Menschen, Glück. Denn auf der anderen Seite der Elbe war der Deich schon mehrere Male gebrochen. Dort konnte sich das Wasser nun ausbreiten und bei uns stieg es nicht mehr so hoch. Wäre der Deich in Vierlanden an mehreren Stellen gebrochen, dann wäre ganz Hamburg wohl unter Wasser gewesen und es wäre bis nach Bergedorf gelaufen. Wir waren sehr froh, dass das nicht passierte. Außerdem war uns immer erzählt worden, dass unser Deich so hoch sei wie die " Kirchturmspitze der Bergedorfer Kirche". Ich trat keinen Schritt vor die Tür an diesem Samstag! Am Abend kam mein Mann wieder zurück. Er erzählte
mir, was er in der Stadt erlebt hatte. Der direkte Weg nach Tiefstack, ein
Stadtteil Hamburgs, war durch das Wasser versperrt worden, ganze Strassen
waren weggesackt. Er hatte Umwege fahren müssen um wieder nachhause zu
kommen. Auf der Arbeit war die Hölle los gewesen. Aus den Sielen kam
überall das Wasser hoch. Durch seine Arbeitskollegen erfuhr er erst, wie
schlimm es die anderen Stadtteile getroffen hatte. Vor allem Wilhelmsburg!
Viele seiner Kollegen durften zum Beispiel ihre Kühlschränke und andere
Sachen mit nach Tiefstack bringen um sie dort trocknen zu lassen. Alles was ich aber mitbekommen habe, reichte mir. Ich bin froh, dass mein Wohnort von den Wassermassen verschont geblieben ist. Ich hoffe, dass so etwas nicht wieder in solchen Ausmaßen vorkommt.
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