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"Der Tag des Terrors"
Oliver M. (35) berichtet über den Tag in New York am
11. September 2001, als der Anschlag auf das World Trade Centre statt fand.
Neunzehn Angehörige der Terrororganisation Al-Qaida übten vier
Selbstmordattentate auf amerikanische Zivil- und Militärgebäude aus. Eines
davon war das World Trade Center in New York. Zwischen 8 Uhr und 9.30 Uhr
wurden zwei Verkehrsflugzeuge entführt, die in das World Trade Center
flogen. Über 3.000 Menschen haben ihr Leben an diesem Tag verloren und mehr
als 15.000 Menschen sind aus der direkten Gefahrenzone evakuiert worden.
Darunter auch Oliver M. und seine beiden Freunde.

Foto des Appartements und nachfolgend die geschriebene Email:

Oliver M. (35) hat in New York gelebt und gearbeitet. Sein Appartement war
circa 300 Meter von dem World Trade Center entfernt. Auch seine
Arbeitsstelle war ganz in der Nähe in Tribeca.
Aus Deutschland waren zwei Freunde zu Besuch und wollten sich das World
Trade Center am nächsten Tag anschauen. Um nicht lange anstehen zu müssen,
haben sie sich am Sonntag, dem 10.September 2001, die Tickets besorgt, damit
sie sich gleich am nächsten Morgen die zwei Türme ansehen könnten.
Am Abend sind die Drei noch Bowlen gegangen und haben eine Menge Alkohol
getrunken, was letztendlich ihr Leben gerettet hat.
Relativ spät kamen die drei Freunde nach Hause und haben ihren Kater vom
Vorabend ausgeschlafen.
Am Morgen schaltete Oliver den Fernseher ein.
In den Nachrichten wurde berichtet, dass das erste Flugzeug in den Nordtower
des World Trade Towers geflogen ist. Dies war gegen 8.46 Uhr.
Oliver, der selber Pilot ist, hatte sich erst einmal nichts dabei gedacht, da
viele kleine Privatflugzeuge über den Hudson River fliegen und dabei nicht
die tausend Fuß überschreiten dürfen.
Wenn jemand zum Beispiel einen Herzinfarkt gehabt hätte, so wäre es nicht
verwunderlich, wenn dieser in den Tower stürzte, denn seine Flughöhe ist mit
tausend Fuß niedriger, als die Tower hoch sind.
„Es sei ein möglicher Unfall“, so sein Gedanke.
Schnell packten sie ihre wichtigsten Sachen - wie ihre Pässe - ein. Olivers
Tasche war bereits gepackt, da er eigentlich zur Arbeit gehen wollte.
Alle Bewohner des Hauses wurden aus den Betten geklingelt.
Vor der Tür hatte sich bereits eine große Menschenmenge versammelt.
Gegen 9.03 Uhr flog das zweite Flugzeug in den Südtower. Oliver und seine
beiden Freunde hielten sich noch in dem Appartement auf. In diesem Moment
realisierten sie, welcher Gefahr sie ausgesetzt waren und das hier der
Terrorismus im Spiel war.
Sehr viel Staub kam auf, als der Nordtower gegen 10.30 Uhr einstürzte.
Alles brannte und Menschen gerieten in Panik.
Eine halbe Stunde später stürzte der Südtower ein und noch mehr Staub
wirbelte auf.
Tausende Menschen flohen aus Manhattan. Das ganze Funknetzwerk war
überlastet. Oliver und seine beiden Gäste gingen circa zwei Stunden in
Richtung Nord, um zu ihren Freunden zu gelangen.
Dort blieben sie für ein paar Tage.
Gerne wollte man helfen und Blut spenden, doch als Ausländer hatte man keine
Möglichkeit, da es gegen einige Vorschriften verstieß.
Außerdem ist die Nachfrage nach Spenden und Hilfen nicht so groß gewesen, da
bedauerlicherweise die meisten Menschen direkt in den Tod stürzten.
Zwei Wochen lang war Manhattan noch abgesperrt und ein großer Gestank
verbreitete sich.
Das Fleisch in den Kühlschränken war verdorben und Haustiere waren verendet.
Da die Freunde am Samstag, dem 15.September, wieder nach Deutschland fliegen
mussten, fuhren sie mit Fahrrädern zum Appartement, um die restlichen Sachen
zu holen.
Das Camp der National Guard stand direkt vor dem Appartement neben dem
Castle Clinton. Sie wurden aufgehalten, da das Appartement sich im
Sperrgebiet des Militärs befand. Das Sperrgebiet erstreckte sich über den
gesamten Süden Manhattans unterhalb der Canal Street.
Olivers heutige Ansicht über damals:
„Viele unschuldige Menschen sind an diesem Tag umgekommen. Diese Tat war
einfach grausam.
Seit dem Anschlag gibt es viele Maßnahmen, die der Sicherheit dienen sollen.
Diese sind sehr fragwürdig und dienen nicht der Sicherheit.
Beispielsweise darf man nicht mehr als einen Liter Flüssigkeit mit ins
Flugzeug nehmen.
Die Daten der Ein- und Ausreisenden werden automatisch weitergegeben. Sogar
Daten wie die Kreditkartennummer oder die Essensauswahl im Flugzeug, obwohl
diese überhaupt nicht zu der Sicherheit beitragen können.
Für mich ist es unvorstellbar, wie Menschen Unschuldige töten können. Ich
wüsste gar nicht, wie man solche Täter bestrafen könnte.“
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